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Kreativität und Tradition = Nachhaltigkeit – Hotel Brackstedter Mühle

Urheber: Christine Schuster

Im Hotel Brackstedter Mühle ist Nachhaltigkeit kein Trendwort, sondern eine seit Jahrhunderten gelebte Selbstverständlichkeit.

Am Stadtrand Wolfsburgs befindet sich die Land-Idylle Brackstedter Mühle. Dass sich Tradition und Nachhaltigkeit überhaupt nicht widersprechen, wird hier schnell klar, denn Christine Schuster betreibt das Hotel mit den Prinzipien, mit denen sie aufgewachsen ist: „Wir sind ein ehemaliger Bauernhof, wir haben nie etwas weggeworfen, wenn es noch in irgendeiner Weise verwendet werden konnte.“ Diese Praktik verleiht dem Hotel auch sein uriges Flair: Mistforken zum Aufhängen von Gläsern, Brotkorbdecken aus alter Bettwäsche, eigene Obstbäume und Honig von der eigenen WieseTraditionen nutzen, um in Sachen Nachhaltigkeit neue Wege zu gehen: für Schuster kein Widerspruch. Auf dem Blog des Hotels hält sie Interessierte über ihre nachhaltigen Ideen und Ziele auf dem Laufenden und im Restaurant gibt es viele vegane und vegetarische Gerichte. 

Urheber: Christine Schuster
Urheber: Christine Schuster
5.578,07 kg CO2 werden durch Klimaschutzprojekte jährlich kompensiert

Ressourcenschonend zu arbeiten ist für Christine Schuster eine Herzensangelegenheit, weshalb sie immer nach neuen Möglichkeiten strebt, die Umwelt so gut wie möglich zu entlasten. Sei es durch LED-Lichter statt Wachskerzen oder die Anschaffung einer neuen Spülmaschine, um Wasser zu sparen. Ein großer Schritt ist das klimaneutrale Waschen der im Hotel anfallenden Wäsche. Der outgesourcte Teil der Wäsche wird durch Klimaprojekte kompensiert. Bei der Wäsche im Haus wird ganz gezielt auf chemische Waschmittel verzichtet: „Da wir einen Bioklärteich haben, können wir gar nicht mit Chemikalien und allen Waschmitteln waschen. Deshalb achten wir hier sehr darauf,“ erzählt Schuster.  

Auch anderer Müll wird so gut wie möglich vermieden. Beim Frühstücksbuffet gibt es keine einzeln verpackten Marmeladen, Aufstriche oder Butterstücke mehr. Stattdessen werden die Produkte in Großpackungen gekauft und in Einmachgläschen portioniert am Buffet platziert.

3 Fragen an Christine Schuster

Mit dem Green Sign Zertifikat wurden Sie auch in den Kategorien soziale Verantwortung und wirtschaftliche Verantwortung ausgezeichnet. Was versteht man im Hotelbetrieb darunter und wie setzen Sie das konkret um?

Wirtschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit gehen oft sehr eng einher. Eine einmalige Investition kann später viel Geld einsparen. Klimaschutz muss nicht teuer sein, sondern kann auch mit dem erreicht werden, was man bereits hat. Für das Nähen der Brotkorbdecken musste ich eine Angestellte bezahlen, aber dafür muss ich nie wieder Papierdecken kaufen. 

Soziale Verantwortung bedeutet für mich, dass es einem nie zu schlecht geht, um etwas abzugeben. Bei Trauerfeiern zum Beispiel, bei denen man oft nicht weiß, wie viele Gäste wirklich kommen, fragen wir die Trauerfamilie, ob wir das, was überbleibt, an die Tafel spenden können, wenn wir nur Geld für das tatsächlich Konsumierte nehmen. Soziale Verantwortung bezieht sich aber auch auf die Mitarbeitenden, auf das direkte Umfeld und die Stärkung der Region. 

Wie kommunizieren Sie Ihre nachhaltigen Praktiken an Ihre Gäste?

Im Restaurant zeigen wir den Gästen mit einer Landkarte in der Speisekarte, woher unsere Produkte kommen und von welchem Produzenten wir sie beziehen. Die kleine, aber feine Speisekarte selbst zeigt schon, dass wir uns Gedanken machen. Auch in unserem Blog schreiben wir sehr viel darüber. 

Im Hotel bekommen die Gäste die Nachhaltigkeit auch während ihres Aufenthalts mit. Die Betthupferl zum Beispiel sind nicht einzeln verpackt, sondern wir haben Glasglocken, die über die Süßigkeit gestülpt werden, die wir wieder waschen können. 

Welche Tipps würden Sie einem Hotelbetrieb geben, der seine Hauswirtschaft nachhaltiger gestalten möchte?  

Jeder sollte sich einmal Gedanken darüber machen, ob man nicht bereits nachhaltig nachdenkt, aber es nicht unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit betrachtet. Wirft man eine Flasch weg oder macht man eine schöne Vase daraus? Ich würde jedem empfehlen, die Sache aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Außerdem sind viele nachhaltige Dinge mit wenig Aufwand verbunden: alte Stühle neu zu polstern ist weniger zeitaufwändig, als neue zu kaufen. Oft ist die nachhaltige Option auch die günstigere. 

Man kann auch nicht einfach als Chef beschließen, einen auf nachhaltig zu machen und den Mitarbeitenden diese Aufgabe als Diktat aufgeben. Alle im Betrieb müssen fühlen, weshalb es wichtig ist, nachhaltig zu handeln. Der Beginn fällt aber generell in kleinen Schritten leichter, so haben wir das auch gemacht. Ganz allgemein glaube ich aber, dass ganz viele Betriebe bereits nachhaltig handeln, sich dessen aber nicht bewusst sind. 

Urheber: Christine Schuster

Hotel Brackstedter Mühle

Zum Kühlen Grunde 2, 38448 Wolfsburg

Hotel, 50 Zimmer

Nachhaltigkeitszertifikate: Green Sign, Greentable

Telefon: +49 5366 900 

E-Mail: info@brackstedter-muehle.de

Website: brackstedter-muehle.de

Noch mehr über das Hotel Brackstedter Mühle:

Instagram: instagram.com/brackstedtermuehle

Facebook: facebook.com/brackstedtermuehle

YouTube: youtube.com/@brackstedtermuhlehotelrest2179



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Nachhaltige Küche
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