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Open Data Tourism Alliance (ODTA)

Die Open Data Tourism Alliance (ODTA) ist eine länderübergreifende Initiative zur Standardisierung touristischer Daten und zur Förderung der Digitalisierung der Tourismusbranche in Europa.

Die ODTA ist eine strategisch wichtige Allianz zur Schaffung offener, interoperabler Datenstandards im europäischen Tourismus. Seit ihrer Gründung 2021 entwickelt sie gemeinsam mit führenden Tourismusinstitutionen semantische Modelle für touristische Daten, um die digitale Sichtbarkeit, Effizienz und Innovationsfähigkeit der Branche nachhaltig zu stärken.

Was ist die ODTA?

Die ODTA ist eine organisatorische Allianz, die sich auf die  Standardisierung semantischer Datenmodelle für touristische Informationen konzentriert. Grundlage hierfür ist der international etablierte schema.org-Standard, der erweitert wird, um die spezifischen Anforderungen touristischer Inhalte (z. B. Unterkünfte, Events, Sehenswürdigkeiten, Touren, Gastronomie, Gastgeber) besser abzubilden und maschinenlesbar zu machen. Ziel ist es, Daten interoperabel, systemübergreifend nutzbar und suchmaschinen- bzw. KI-freundlich zu machen.

Historie und Entwicklung

Die ODTA hat ihre Wurzeln in der früheren DACH-KG-Initiative und wurde offiziell im September 2021 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen deutschen, österreichischen und schweizerischen Tourismuseinheiten in Sachen offene Daten zu institutionalisierten.
Seitdem hat die Allianz sukzessive technische Spezifikationen entwickelt und gemeinsame Standards verabschiedet, u. a. zentrale Erweiterungen des schema.org-Standards für den Tourismussektor (z. B. 2023 bei einer Sitzung in Linz).

Aufgaben und Aktivitäten

Die Kernaufgaben der ODTA umfassen:

  • Entwicklung und Verbreitung semantischer Datenmodelle (Domain Specifications) für touristische Informationen auf Basis von schema.org.
  • Vereinheitlichung der semantischen Annotation touristischer Inhalte, damit Daten über Systeme und Plattformen hinweg interoperabel bleiben.
  • Einreichung von Erweiterungen beim schema.org-Konsortium, um touristische Inhalte international standardgerecht abzubilden.
  • Förderung des Fachlichen Austauschs und technologischen Verständnisses zwischen Tourismusorganisationen bzgl. strukturierter Daten, semantischer Technologien, KI- und Voice-Anwendungen.
  • Bereitstellung von Tools und Dokumentationen (z. B. DS-Browser, Mapping-Tools, Github-Ressourcen) zur praktischen Nutzung der Standards.

Mitglieder und Governance

Ursprünglich besteht die ODTA aus den Nationalen Tourismusorganisationen von Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie rund 20 Partnern auf föderaler Ebene.

Ergänzend beteiligen sich derzeit weitere Organisationen – darunter Tourismusorganisationen aus Schweden – und es laufen Gespräche mit potenziellen Partnern aus Großbritannien, Belgien und Frankreich. Technische Partner können über spezielle Gremien assoziiert werden.

Die organisatorische Leitung liegt bei der Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. (DZT), unterstützt durch wissenschaftliche Beratung, z. B. durch das Semantic Technology Institute Innsbruck.

Ein Beitritt weiterer Mitglieder und Kooperationspartner – auch auf europäischer Ebene – ist möglich und ausdrücklich erwünscht.

Organisationsstruktur und Vernetzung

  • Die ODTA arbeitet in Arbeitsgruppen zu Use Cases, Datenqualität, Standardkoordination und Kommunikation.

  • Jährliche Präsenzveranstaltungen dienen der strategischen Abstimmung aller Mitglieder.

  • Die Allianz erweitert kontinuierlich ihre europäische Zusammenarbeit, um ODTA-Standards über den DACH-Raum hinaus zu etablieren.

  • Die ODTA ist keine hierarchische Einzelorganisation, sondern ein netzwerkbasierter Standardisierungsverbund, der auf Kooperation und Arbeitsteilung zwischen Tourismusorganisationen und Fachgruppen setzt, um semantische Datenstandards im Tourismus über Ländergrenzen hinweg zu etablieren und praktikabel zu machen.

Operative Arbeitsstrukturen (Arbeitsgruppen)

Ein zentrales Element des Organigramms im funktionalen Sinne sind die Arbeitsgruppen (AG). Sie bilden das operative Rückgrat der ODTA-Arbeit:

📌 AG Use Cases & Datenqualität
→ entwickelt Praxis-Szenarien, zeigt Nutzen der Standards im Markt
→ fokussiert Best-Cases, Wertschöpfung und Umsetzungsszenarien

📌 AG Koordination der Standardentwicklung
→ verantwortet Entwicklung, Priorisierung und Harmonisierung der Domain Specifications
→ steuert die Weiterentwicklung des schema.org-Erweiterungssets im Tourismussektor

📌 AG Kommunikation & Key Account
→ Public Relations, Sichtbarkeit der ODTA-Initiative
→ adressiert Zielgruppen im In- und Ausland
→ schafft Verständnis für die Standards und fördert Nutzungsszenarien

Nutzen und strategische Bedeutung

Die ODTA-Standards erleichtern den Datenaustausch zwischen Systemen, verbessern die Sichtbarkeit touristischer Inhalte in Suchmaschinen und KI-Anwendungen und tragen zur digitalen Transformation und Innovationsfähigkeit einzelner Destinationen und Organisationen bei.

Direkte Tool- und Work-In-Progress-Links:

Domain-Specification-Browser
https://odta.io/domain-specification-browser/ — Übersicht aller aktuellen ODTA Standards (Domain Specifications)

Mappingtool
https://odta.io/mappingtool/

GitHub — Offizielle Entwicklungsplattform
https://github.com/ODTA/ds/issues — Issues & Diskussionen zur Weiterentwicklung der Domain Specifications

Website der ODTA
https://odta.io/

 

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