Klimaschutz im Tourismus

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Unter Klimaschutz versteht man alle Maßnahmen und Aktivitäten um die globale Erderwärmung auf ein Minimum zu reduzieren. Die meisten Maßnahmen zum Klimaschutz haben eine Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasemissionen (vor allem CO2) zum Ziel, um den menschengemachten Beitrag zum Klimawandel zu reduzieren. Weitere Klimaschutzmaßnahmen versuchen vorhandenes CO2 aus der Atmosphäre zu binden (z.B. durch die Aufforstung von Wäldern oder die Renaturierung von Mooren).

Wieso gibt es Maßnahmen zum Klimaschutz?

Auf der Pariser Klimakonferenz (COP21) im Jahr 2015 wurde von 195 Staaten vereinbart, die globale Klimaerwärmung auf deutlich unter 2 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Zudem wurde vereinbart, den Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen bis 2050 auf “global netto null” zu reduzieren. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen sind Maßnahmen zum Klimaschutz unumgänglich.

Wieso Klimaschutz im Tourismus?

Um den Klimawandel bestmöglich zu stoppen und die Pariser Klimaziele zu erreichen, müssen Maßnahmen zum Klimaschutz in allen Lebensbereichen und allen Wirtschaftszweigen umgesetzt werden – auch im Tourismus. Der Tourismus als Wirtschaftszweig ist einerseits ein Mitverursacher des Klimawandels und gleichzeitig ein Betroffener von klimatischen Veränderungen. Der Klimawandel kann zukünftig starken Einfluss auf touristische Angebote nehmen, insbesondere wenn diese mit Natur, Landschaft und speziellen Wetterbedingungen verbunden sind. Zudem können viele Klimaschutzmaßnahmen nur durch lokales Handeln (z.B. durch Leistungsträger und Destinationen) umgesetzt werden.

Wieso jetzt?

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die zurzeit emittierten Mengen an Treibhausgasen klar zu hoch sind, um das politisch angestrebte Ziel zu erreichen, die globale Erderwärmung bis zum Jahr 2100 auf deutlich unter 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Werten zu begrenzen. Die Tourismuswirtschaft sollte sich jetzt aktiv für Schutz der touristischen Ressourcen und Schutzgüter einsetzen. Zudem zeigt sich, dass das Thema Klimaschutz auch bei der touristischen Nachfrage zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der prognostizierte Bedeutungszuwachs des Themas Klimawandel könnten diesen Trend weiter verstetigen.

Welche Beispiele für Klimaschutz im Tourismus gibt es?

  • Energieeffizienzsteigerung im Gastgewerbe (z.B. durch energetische Sanierung)
  • Umstieg auf Natur- und Ökostrom in Beherbergungsbetrieben, Tourist-Informationen, etc.
  • Klimafreundliche An- und Abreise der Gäste (u.a. Fahrrad, ÖPNV, E-Mobilität)
  • Entwicklung und Vermarktung von innovativen, klimafreundlichen Angeboten
  • Angebot von klimafreundlicher Freizeitmobilität in der Destination (E-Bikes, Car-Sharing, etc.)
  • Sensibilisierung der Gäste über die Klimafolgen des Tourismus
  • Nutzung und Vermarktung von regionalen und saisonalen Produkten in Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben

*Maßnahmen zur Klimaanpassung im Tourismus können gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Ebenso können Maßnahmen zum Klimaschutz im Tourismus eine Anpassung an die Folgen des Klimawandel darstellen.

Eine Übersicht zu verschiedenen Maßnahmen zum Klimaschutz im Tourismus mit unterschiedlichen Best-Practice-Beispielen aus Niedersachsen und ganz Deutschland finden Sie im Sammelwerk Klimaschutz & Tourismus vom Deutschen Institut für Urbanistik.

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