Auch wenn die Richtlinie erst 2026 vollständig gilt, empfiehlt sich eine frühzeitige Vorbereitung, um rechtliche Risiken zu vermeiden und die eigene Kommunikation zukunftssicher aufzustellen.
Bestandsaufnahme der Kommunikation
Erfassen Sie alle bestehenden Nachhaltigkeits- und Umweltaussagen
(z. B. Website, Social Media, Broschüren, Kampagnen). Identifizieren Sie potenziell kritische Begriffe wie „nachhaltig“, „klimafreundlich“, „umweltbewusst“.
Aussagen prüfen und konkretisieren
Überprüfen Sie, ob Aussagen eindeutig und verständlich sind. Ersetzen Sie pauschale Aussagen durch konkrete Beschreibungen von Maßnahmen und nachvollziehbare Angaben zu Eigenschaften oder Prozessen.
Beispiel: Bisherige Aussage: „Unsere Stadt neu erleben – mit der umweltfreundlichen Green CityTour.“
Besser: „Unsere Stadt neu erleben – spannende Challenges rund um Umwelt & Natur erwarten Dich.“
Hinweis: KI kann dabei eine gute Unterstützung sein, aber die Aussagen sollten trotzdem überprüft werden!
Nachweise und Datenbasis sichern
Stellen Sie sicher, dass alle Aussagen durch belastbare Daten belegt sind. Dokumentieren Sie verwendete Methoden (z. B. CO₂-Berechnung) sowie Datengrundlagen und Annahmen. Halten Sie diese Informationen intern vor und machen Sie sie bei Bedarf zugänglich. Geben Sie bei Bedarf weiterführende Informationen an, z. B. über Links zu Detailseiten und Erläuterungen zu Berechnungsmethoden.
Interne Prozesse etablieren und Mitarbeitende sensibilisieren
Entwickeln Sie klare Freigabeprozesse für Nachhaltigkeitsaussagen. Binden Sie relevante Bereiche wie Marketing, Presse, und Nachhaltigkeitsmanagement ein. Schulen Sie die Teams insbesondere im Marketing und Social Media in der Öffentlichkeitskommunikation.