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Automatisierung mit n8n

Auf einen Blick

  • Was: Mit n8n lassen sich wiederkehrende Arbeitsabläufe automatisieren, ohne Programmierkenntnisse.
  • Für wen: Alle touristischen Partner in Niedersachsen, nutzbar über den destination.one-Login.
  • Kosten: Ein Workflow-Durchlauf kostet einen oi.call. Bis Ende 2027 übernimmt die TMN die Kosten.
  • Beispiele der TMN: ein Mail-Bot sowie Workflows zur Sicherung der Datenqualität.

Grundlagen zu n8n

Warum n8n?

Viele Aufgaben im Arbeitsalltag wiederholen sich regelmäßig und kosten Zeit. Mit n8n lassen sich solche Abläufe automatisieren, sodass mehr Zeit für Aufgaben bleibt, die persönliche Einschätzung erfordern. Besonders kleinere Organisationen profitieren, weil wiederkehrende Routinen zuverlässig im Hintergrund ablaufen.

Was ist n8n?

n8n ist ein Werkzeug zur Workflow-Automatisierung. Damit lassen sich wiederkehrende Arbeitsschritte zu einem festen Ablauf verketten, der eigenständig ausgeführt wird und verschiedene Programme, Datenquellen und Dienste verbindet. n8n arbeitet nach dem Low-Code-Prinzip: Die Schritte werden visuell zusammengestellt, Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zugang und Kosten

n8n steht allen touristischen Partnern in Niedersachsen über den destination.one-Login zur Verfügung, erreichbar unter n8n.oi.destination.one. Jeder Workflow-Durchlauf kostet einen oi.call, den die TMN bis Ende 2027 übernimmt. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite one.intelligence platform Niedersachsen, insbesondere im Abschnitt Was ist ein oi.call?

Welche Automatisierungen nutzt die TMN?

Die folgenden Workflows setzt die TMN bereits selbst ein. Sie zeigen, wie sich wiederkehrende Aufgaben mit n8n zuverlässig erledigen lassen. Allen gemeinsam ist ein langfristiger Zeitgewinn: Aufgaben, die sonst manuell und regelmäßig anfallen, laufen automatisiert im Hintergrund. So bleibt mehr Zeit für Tätigkeiten, die persönliche Einschätzung erfordern. In allen Fällen erstellt der Workflow einen Entwurf, die finale Prüfung und Freigabe bleibt beim Menschen.

Mit Einführung der EmpCo-Richtlinie gelten strengere Anforderungen an Werbeaussagen zu Umwelt und Nachhaltigkeit. Um den Bestand im Niedersachsen Hub einmalig zu sichten, haben wir mit n8n einen Workflow entwickelt, der alle Open-Data-Datensätze auf entsprechende Aussagen prüft und die zuständigen Stellen informiert.

So funktioniert es:

Der Workflow ruft alle Open-Data-Datensätze aus dem Niedersachsen Hub ab und prüft sämtliche Textfelder auf Aussagen, die unter die EmpCo-Richtlinie fallen können. Bilder und hinterlegte Siegel werden dabei nicht ausgewertet. Grundlage der Prüfung ist ein eigener, für die Datenüberprüfung optimierter Prompt, der auf dem Prompt des TMN EmpCo-Richtlinien-Checkers in der one.intelligence platform aufbaut.

Geprüft wird auf dreizehn Auslöser, darunter pauschale Begriffe wie „nachhaltig“ oder „klimaneutral“, Superlative und Alleinstellungsaussagen, Angaben zu CO₂-Kompensation, unbelegte Siegel und Zertifikate, Bio-Angaben ohne Standardbezug, Zukunftsversprechen ohne Basisjahr sowie Vergleiche ohne nachvollziehbare Bezugsgröße. Sachliche Beschreibungen von Natur- und Schutzgebieten gelten ausdrücklich nicht als Werbeaussage. Erst die Verknüpfung mit einem Nachhaltigkeitsbegriff macht daraus einen prüfrelevanten Fall.

Je Datensatz entsteht ein strukturierter Befund mit einer Risikostufe, der Angabe, ob die Aussage für eine Veröffentlichung kritisch ist, dem Claim-Typ, einer kurzen Begründung sowie einer Liste der Fundstellen mit wörtlichem Zitat und betroffenem Textfeld.

Die Ergebnisse werden anschließend der zuständigen Region und dem passenden Ansprechpartner zugeordnet. Das Matching läuft über denselben Sub-Workflow wie bei den übrigen Datenqualitäts-Workflows: Zunächst greifen feste, nachvollziehbare Regeln. Bleiben mehrere mögliche Regionen übrig, entscheidet eine KI anhand einer klar definierten Prioritäten-Logik. Für jeden Kontakt legt der Workflow automatisch einen E-Mail-Entwurf an, der die betroffenen Datensätze auflistet und auf weiterführende Informationen zur EmpCo-Richtlinie im Tourismusnetzwerk verweist.

Wichtig: Die KI-Prüfung ersetzt keine Rechtsberatung und dient ausschließlich der Orientierung. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es können also weitere Datensätze betroffen sein, die nicht aufgeführt werden. Die Ergebnisse sollten eigenständig geprüft und bei Bedarf rechtlich oder fachlich bewertet werden.

Der Nutzen:

Der Bestand muss nicht manuell gesichtet werden. Die zuständigen Stellen erhalten eine konkrete, nach Fundstellen gegliederte Übersicht und können gezielt dort nachbessern, wo es nötig ist. So lässt sich der Datenbestand im Niedersachsen Hub strukturiert an die neuen Anforderungen anpassen.

Damit Umweltaussagen in Pressemitteilungen den Anforderungen der EmpCo-Richtlinie standhalten, haben wir mit n8n einen Workflow entwickelt, der eingehende Pressemitteilungen automatisch sichtet und eine redaktionelle Einschätzung erstellt.

So funktioniert es:

Geht eine Pressemitteilung bei uns ein, prüft der Workflow den Text auf Aussagen zu Umwelt und Nachhaltigkeit. Grundlage sind dieselben dreizehn Auslöser wie bei der Prüfung der Hub-Datensätze, von pauschalen Begriffen über Siegel und Auszeichnungen bis hin zu Vergleichen und Zukunftsversprechen.

Als Ergebnis entsteht ein strukturierter Befund mit einer Risikostufe, dem Claim-Typ, einer zusammenfassenden Begründung sowie einer Liste der Fundstellen. Zu jeder Fundstelle werden das wörtliche Zitat, das betroffene Textfeld und eine kurze sachliche Begründung ausgegeben.

Die Einschätzung wird direkt in der E-Mail hinterlegt, sodass dem Presseteam eine redaktionelle Vorprüfung vorliegt, auf deren Basis es die Mitteilung bewerten kann.

Wichtig: Der Workflow erstellt weder Korrekturvorschläge noch eine Freigabe. Die KI-Prüfung ersetzt keine Rechtsberatung, dient ausschließlich der Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die abschließende Bewertung trifft immer die Redaktion.

Der Nutzen:

Kritische Formulierungen fallen auf, bevor eine Mitteilung veröffentlicht wird. Das Presseteam erhält mit jeder Pressemitteilung direkt eine Einordnung mit konkreten Fundstellen und kann gezielt nachfragen oder nachschärfen, statt jeden Text vollständig auf Umweltaussagen durchsehen zu müssen.

Damit das zentrale info@-Postfach effizient bearbeitet wird und keine Anfrage untergeht, haben wir mit n8n einen Workflow entwickelt, der eingehende E-Mails automatisch prüft, kategorisiert und, wo möglich, direkt beantwortet oder an die richtige Stelle weiterleitet.

So funktioniert es:

Sobald eine neue E-Mail im Postfach eingeht, liest der Workflow automatisch Betreff, Vorschautext und Absender aus. Auf dieser Grundlage durchläuft die Nachricht mehrere Prüfschritte.

Zunächst werden automatische Antworten und irrelevante Mails herausgefiltert, etwa Abwesenheitsnotizen, „Out of Office“-Nachrichten oder Bestellbestätigungen, die anhand von Schlüsselwörtern im Betreff erkannt und aussortiert werden. Ebenso wird geprüft, welche Mails nicht als gelesen markiert werden sollen, beispielsweise bei bestimmten Absendern oder Stichwörtern wie „Rechnung“ oder „Bewerbung“.

Anschließend kategorisiert der Workflow die Nachrichten thematisch: Presseanfragen, Anfragen an die Assistenz der Geschäftsführung oder Anliegen rund um bestimmte Angebote werden anhand von Betreff, Inhalt und Absender automatisch erkannt und dem passenden Zweig zugeordnet. Trifft keine Kategorie zu, läuft die Mail regulär weiter.

Je nach Kategorie folgt die passende Aktion: Bestimmte Standardanfragen, etwa zu nicht mehr verfügbaren Broschüren, werden mit einer vorformulierten, freundlichen Antwort automatisch beantwortet. Andere Mails werden an die zuständige Stelle weitergeleitet, als gelesen markiert oder in den passenden Ordner verschoben. Für individuellere Anliegen kann zudem ein KI-gestützter Antwort-Agent einen passenden Entwurf vorbereiten.

Der Nutzen:

Durch diesen automatisierten Prozess wird das info@-Postfach spürbar entlastet: Unwichtige und automatische Mails werden zuverlässig aussortiert, wiederkehrende Standardanfragen erhalten sofort eine Antwort, und relevante Nachrichten landen strukturiert bei der richtigen Ansprechperson. So bleibt mehr Zeit für die Anliegen, die persönliche Aufmerksamkeit brauchen, und Anfragende erhalten schneller eine Rückmeldung.

Damit die Datensätze im Niedersachsen Hub vollständig sind, haben wir mit n8n einen Workflow entwickelt, der fehlende Pflichtfelder aufspürt und die zuständigen Stellen gezielt auf Lücken hinweist.

So funktioniert es:

Der Workflow ruft in regelmäßigen Abständen automatisch alle Open-Data-Datensätze aus dem Niedersachsen Hub ab und prüft sie auf Vollständigkeit. Welche Felder als Pflichtfelder gelten, hängt vom jeweiligen Datentyp ab. Grundlage ist der Content-Guide zum Niedersachsen Hub.

Datensätze mit fehlenden Pflichtfeldern werden anschließend der zuständigen Region und dem passenden Ansprechpartner zugeordnet. Das Matching läuft über denselben Sub-Workflow wie bei den übrigen Datenqualitäts-Workflows: Zunächst versuchen feste, nachvollziehbare Regeln, die richtige Region zu bestimmen. Ist die Zuordnung eindeutig, ist der Schritt damit abgeschlossen. Bleiben mehrere mögliche Regionen übrig, entscheidet eine KI anhand einer klar definierten Prioritäten-Logik, welche Region am besten passt.

Die betroffenen Datensätze werden anschließend nach Ansprechpartner gebündelt, sodass jede zuständige Stelle nur eine übersichtliche Zusammenfassung erhält. Für jeden Kontakt legt der Workflow automatisch einen E-Mail-Entwurf an, mit einer Auflistung der unvollständigen Datensätze, den jeweils fehlenden Feldern, direkten Links zu den Einträgen und einer freundlichen Bitte, die Angaben zu ergänzen.

Der Nutzen:

Lücken müssen nicht mehr manuell gesucht werden. Die zuständigen Stellen sehen auf einen Blick, wo etwas fehlt, und können gezielt nacharbeiten. Vollständige Datensätze werden besser ausgespielt und liefern Gästen die Informationen, die sie für ihre Planung brauchen.

Damit die Datenqualität im Niedersachsen Hub dauerhaft hoch bleibt, haben wir mit n8n einen Workflow entwickelt, der veraltete Datensätze aufspürt und die zuständigen Stellen gezielt an eine Aktualisierung erinnert.

So funktioniert es:

Der Workflow ruft in regelmäßigen Abständen automatisch alle Datensätze aus dem Niedersachsen Hub ab, die seit mehr als sechs Monaten nicht aktualisiert wurden. Berücksichtigt werden dabei ausschließlich Datensätze, die dem Experience „Niedersachsen Hub“ zugeordnet und als Open Data gekennzeichnet sind.

Anschließend wird jeder dieser Datensätze der zuständigen Region und dem passenden Ansprechpartner zugeordnet. Dieses Matching läuft zweistufig: Zunächst versuchen feste, nachvollziehbare Regeln, die richtige Region zu bestimmen. Ist die Zuordnung eindeutig, ist der Schritt damit abgeschlossen. Bleiben mehrere mögliche Regionen übrig, entscheidet eine KI anhand einer klar definierten Prioritäten-Logik, welche Region am besten passt.

Die zugeordneten Datensätze werden anschließend nach Ansprechpartner gebündelt, sodass jede zuständige Stelle nur eine übersichtliche Zusammenfassung ihrer betroffenen Einträge erhält. Für jeden Kontakt legt der Workflow automatisch einen E-Mail-Entwurf an, mit einer verständlichen Auflistung der veralteten Datensätze inklusive direkter Links zu den jeweiligen Einträgen und einer freundlichen Bitte, die Angaben auf Aktualität zu prüfen.

Der Nutzen:

Durch diesen automatisierten Prozess müssen veraltete Inhalte nicht mehr manuell aufgespürt werden. Die zuständigen Stellen werden gezielt und individuell informiert, die Pflege der Daten wird spürbar erleichtert und Gäste erhalten verlässliche, aktuelle Informationen. So bleibt die Datenqualität im Niedersachsen Hub nachhaltig hoch.

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Aktuelle Webinare, Schulungen und Neuigkeiten rund um Automatisierung und Digitalisierung finden Sie fortlaufend im Bereich Aktuelles aus dem Digitalmanagement.

MELANIE BECKMANN

Digitalmanagerin

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