Im destinature Dorf Hitzacker sind die Gäste ganz nah an der Natur, von der Übernachtung in hölzernen Tiny Häusern bis zum Spaziergang im benachbarten Biosphärengebiet.
ⓘUrheber: TMN/CMRIm destinature Dorf Hitzacker sind die Gäste ganz nah an der Natur, von der Übernachtung in hölzernen Tiny Häusern bis zum Spaziergang im benachbarten Biosphärengebiet.
Ein Ort, an dem Radfahrer ganz einfach wie auf einem Campingplatz übernachten können, aber mit Hotelkomfort, und hohen Ansprüchen an Nachhaltigkeit: Weil Eva und Holger Danneberg so einen Ort nirgendwo finden konnten, beschlossen sie kurzerhand, ihn selbst zu erschaffen. Schon einige Jahre zuvor hatten sie mit ihrem Unternehmen WERKHAUS, das Büro- und Wohnaccessoires sowie Möbel herstellt, den Grundstein gelegt und erste Prototypen für Tiny Houses und Saunahütten gebaut.
In Hitzacker, nur 250 Meter vom Elberadweg entfernt, eröffnete 2019 das erste destinature Dorf mit den weiterentwickelten WERKHAUS-Hütten. In 24 Hütten und 6 mobilen Betten können Gäste heute in dem Urlaubscamp übernachten. „Unsere Unterkünfte bestehen zum größten Teil aus Douglasienholz, mit wenigen Metall- und Gummiteilen. Außerdem sind sie nach Cradle–to–Cradle-Prinzipien gebaut. Das heißt, sie können komplett wieder auseinandergebaut und in ihre Einzelbestandteile getrennt werden“, erklärt Kommunikations-Managerin Heike Lissen.
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ⓘUrheber: TMN/CMRBeim Aufbau des Camps wurde darauf geachtet, möglichst keine Flächen zu versiegeln, sondern das Grundstück so naturnah wie möglich zu belassen. „Die Hütten stehen auf Stelzen, komplett ohne Bodenversiegelung. Beim Waschhaus und dem Bio-Bistro haben wir ein Streifenfundament genutzt. Im gesamten Dorf haben wir aber keine Bodenplatten gegossen“, so Lissen. Die Gäste sollen der Natur so nah wie möglich kommen – schon, wenn sie mit dem Holzduft der Hütte in der Nase ins Bett gehen. Und auch außerhalb des Camps lockt vielfältige Natur im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und im Naturpark Elbhöhen-Wendland.
ⓘUrheber: TMN/CMRDer Fokus auf Nachhaltigkeit zieht sich durch das komplette Feriendorf. Bettwäsche und Handtücher sind aus bio-zertifizierten Materialien, und auch im Bistro kommt ausschließlich Bio auf den Tisch. „Wir kaufen unsere Lebensmittel möglichst regional, und stehen dazu auch im engen Austausch mit den Produzenten hier im Wendland“, berichtet Heike Lissen. Für dieses außergewöhnliche, ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzept ist das destinature Dorf Hitzacker bereits 2021 mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet worden, weitere Auszeichnungen folgten. Seit November 2024 ist das Urlaubscamp mit dem EU Ecolabel zertifiziert. Ein zweites destinature Dorf eröffnete 2022 in der Eifel.
Frau Lissen, was für Gäste kommen ins destinature-Dorf Hitzacker?
Da der Elberadweg nur 250 Meter vom Dorf entfernt entlangführt, kommen sehr viele Radfahrer zu uns, die an der Strecke eine Unterkunft suchen. Daneben aber auch Familien oder Individualreisende, die in der Region Erholung suchen. Wir schalten aber auch ganz bewusst Werbung in nachhaltigen Medien, sodass viele Menschen zu uns kommen, die unser Konzept toll finden, angefangen beim vegetarischen oder veganen Frühstück, bis zum Schlafen nah an der Natur. Wir hatten auch schon Hochzeitsgesellschaften und andere Feiergäste, die eine ungewöhnliche Unterkunft gesucht haben.
Anfang 2025 wurde das Dorf mit dem EU-Ecolabel ausgezeichnet. Warum haben Sie sich für eine Zertifizierung entschieden?
Es ist für uns eine gute Möglichkeit zu zeigen, dass wir wirklich nachhaltig arbeiten und kein Greenwashing betreiben. Das ist zum einen vor dem Hintergrund der Green Claims Directive der EU, die Greenwashing unterbinden soll, relevant, und zum anderen interessieren sich immer mehr Investoren und andere Stakeholder für diese Siegel. So ein Siegelprozess ist zwar ziemlich aufwändig, weil man viele Daten zusammentragen muss, aber er bietet auch die Gelegenheit, das eigene Handeln auf den Prüfstand zu stellen und herauszufinden, in welchen Bereichen man noch besser werden und zum Beispiel noch mehr Wasser und Strom sparen könnte. Das ist auch wirtschaftlich relevant.
Wie kommunizieren Sie die Nachhaltigkeitsmaßnahmen vor Ort an die Gäste?
Denen begegnen die Gäste an mehreren Orten in unserem Dorf und auf unserer Website. Wir haben zum Beispiel Schilder aufgehängt, die zum Wassersparen aufrufen, haben Vogelhäuschen und ein Insektenhotel und Hinweisschilder zur Natur und Umgebung aufgebaut. Und natürlich unsere Komposttoiletten in manchen Hütten und in Form unserer Toilettenhäuschen „Laubenpieper“. Im Bistro liegen Infomaterialien aus, auch zu den Angeboten unserer Partner wie dem Biosphärenreservat. Und unsere Mitarbeitenden sind natürlich ebenfalls entsprechend geschult. Dabei wollen wir nicht mit erhobenem Zeigefinger und belehrend dastehen. Am Ende des Tages wollen und sollen die Gäste einen schönen Urlaub haben.
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