Das relexa hotel Harz-Wald Braunlage setzt bei ausgewählten Maßnahmen auf Abfalltrennung, dokumentierte Verbrauchsdaten und zertifizierte Materialien.
ⓘUrheber: relexa hotel Harz-Wald Braunlage GmbHDas relexa hotel Harz-Wald Braunlage setzt bei ausgewählten Maßnahmen auf Abfalltrennung, dokumentierte Verbrauchsdaten und zertifizierte Materialien.
Die Natur ist im relexa hotel Harz-Wald Braunlage nie weit weg: Auf dem Außengelände gibt es keine Abgrenzung zum Wald, keine Zäune, die Wildtiere fernhalten würden, ein Fluss fließt direkt am Hotel vorbei. „Wir grenzen hier direkt an den Nationalpark Harz und dem Wurmberg. Deshalb sehen wir uns in der Verantwortung“, erzählt Direktionsassistent Sebastian Neumann.
ⓘUrheber: relexa hotel Harz-Wald Braunlage GmbHDas Hotel, das vor 25 Jahren in einem ehemaligen Klinikgebäude eröffnete, setzt bei Umbaumaßnahmen konsequent auf Cradle–to–Cradle-zertifizierte Böden und Stoffe, zum Beispiel für Vorhänge. Cradle-to-Cradle bedeutet: Die Produkte sind kreislauffähig, können also am Ende ihrer Lebenszeit vollständig recycelt und weiterverwendet werden.
Die Verringerung von Abfällen ist im Hotel ein Thema. „Wir halten genau fest, wie viele Restmüllsäcke und Biotonnen wir jeden Monat füllen, und stellen das der Anzahl an Übernachtungen und Restaurantgästen gegenüber. So sehen wir direkt, wenn es irgendwo Unregelmäßigkeiten gibt“, erklärt Sebastian Neumann. Lebensmittelreste werden an das Unternehmen ReFood weitergegeben, das daraus Dünger herstellt. „Wir haben an jeder Müllstation im Mitarbeiterbereich mehrsprachige Hinweistafeln aufgestellt, die erklären, was in welche Tonne kommt. So stellen wir sicher, dass unser Müll richtig getrennt wird“, so Neumann.
Viele Maßnahmen, etwa Abfalltrennung, Verbrauchserfassung und interne Schulungen, finden im Hintergrund statt. „Wir informieren auf unserer Website und mit einem Aushang über das, was wir tun. Aber wir können unsere Gäste nicht bevormunden. Das Gästeerlebnis muss im Vordergrund stehen“, erklärt Neumann. Trotzdem gibt es im Buffetrestaurant inzwischen Schilder, die die Gäste motivieren sollen, möglichst keine Lebensmittel wegzuschmeißen – der Weg zum Buffet ist nicht weit.
Das ist nicht zuletzt dem Green Team zu verdanken. Das Team wurde im Rahmen der ersten Zertifizierung durch den „Dehoga Umweltcheck“ ins Leben gerufen und bringt Mitarbeitende aus allen Abteilungen zusammen. „Wir treffen uns viermal im Jahr und besprechen alles, was mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Daraus entstehen viele gute Ideen, zum Beispiel der neue Kräutergarten im Innenhof, der jetzt unsere Küche mit frischen Kräutern versorgt“, erzählt Neumann.
Aus einem weiteren Zertifizierungsprozess, dem Green Sign Label sind die Green Schulungen hervorgegangen, die Sebastian Neumann speziell für die Auszubildenden des Hotels konzipiert hat. Darin geht es sowohl um die Nachhaltigkeitsinitiativen des Hotels als auch um grundlegendere Themen wie die Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs), das Berichtswesen oder den Arbeitsschutz.
Das relexa hotel Harz-Wald Braunlage ist Teil der relexa-Hotelgruppe. Inwieweit wird Ihre Ausrichtung von der Konzernstrategie bestimmt?
2024 gab es die Entscheidung, dass alle relexa hotels sich mit dem GreenSign-Zertifikat auszeichnen lassen werden, also haben auch wir den Zertifizierungsprozess gestartet. Wir hatten allerdings vorher schon ein anderes Nachhaltigkeitszertifikat, den DEHOGA Umweltcheck mit dem Ergebnis „Silber“. Auch einige Entscheidungen zum Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden, wie unser Jobbike-Angebot, gelten für die ganze Gruppe. In anderen Dingen entscheiden wir aber selbstständig, zum Beispiel bei der Zusammenarbeit mit unseren regionalen Lieferanten.
ⓘUrheber: relexa hotel Harz-Wald Braunlage GmbHWarum ist Ihnen regionales Engagement so wichtig?
Wir sind einer der größten Arbeitgeber hier im Ort. Wir finden es wichtig, die lokale Gemeinschaft zu unterstützen, auch, damit sich die Menschen hier mit uns identifizieren. Wir pflegen Kontakte zu vielen Vereinen hier vor Ort, beteiligen uns an Baumpflanzaktionen, unterstützen lokale Firmen oder stellen auch mal unser Schwimmbecken für Schwimmkurse zur Verfügung, wenn das Schwimmbad im Ort in Revision ist. Wir sind hier in der Region einfach tief verwurzelt, und sehen dieses Engagement als Win-Win-Situation.
Wie bringen Sie die Themen den Mitarbeitenden nah?
Bei so vielen Mitarbeitenden ist das nicht selbstverständlich: Einige sind generell an dem Thema interessiert, andere laufen einfach mit. Aber mit den Green Schulungen fangen wir mit der Information schon bei den Auszubildenden an, und unser Green Team informiert an einem eigenen schwarzen Brett über aktuelle Themen, Schulungen und Initiativen. Außerdem haben wir unsere gesamten Büroabläufe digitalisiert, auch die Gehaltsmitteilungen und Dienstpläne.