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Gastronomie

In Cafés und Restaurants stellen Kinder mit ihrem Temperament und Bewegungsdrang eine gewisse Herausforderung dar. Umso wichtiger ist es, sich auf die kleinen Gäste einzustellen. Mit dem richtigen Service und einer kleinen Grundausstattung wird der Gastronomiebesuch für Familie und Gastgeber zu einem positiven Erlebnis.

Welche Spielmöglichkeiten haben sich bei Ihnen bewährt? Welche leckeren Kinder-Gerichte sind bei Ihnen besonders beliebt?
Schreiben Sie uns eine Mail, wir freuen uns auf Ihre Ideen.

Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Kindern. Insbesondere wenn sie im Privaten den Umgang mit Kindern nicht gewöhnt sind, hilft es, bestimmte Situationen durchzusprechen.

  • Begrüßung: Sprechen Sie Kinder zur Begrüßung direkt an. Gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten wie Spiele, Malsachen oder eine Spielecke, laden Sie die Kinder direkt ein, dies zu nutzen.
  • Zeitplan: Fragen Sie, ob das Essen der Kinder vorab oder gemeinsam mit dem Essen der Eltern kommen soll. Dies ist gerade bei längeren Wartezeiten von Bedeutung.
  • Sitzplatz: Platzieren Sie die Familien so, dass die Kinder sich gut zu den Spielmöglichkeiten/ zum Ausgang bewegen können, ohne der Bedienung in die Quere zu kommen. Kommen Familien häufig zu Ihnen, haben Sie vielleicht einen separaten Bereich, in dem Familien gerne sitzen. Bänke und Nischen sind bei Kindern besonders beliebt.

 

Ein Kind isst einen Burger im LocalUrheber: Christian Bierwangen

Eine Speisekarte für Kinder  zeigt Familien, dass sie willkommen sind. Aufgeführt werden (falls vorhanden) spezielle Gerichte für Kinder und die normalen Gerichte, die auch als halbe Portion erhältlich sind. Auch der obligatorische „Räuberteller“, also ein leerer Teller zum Mitessen, sollte nicht fehlen ebenso wie die unalkoholischen Getränke.

Bilder von den Gerichten, ob gezeichnet oder als Foto, helfen Kindern bei der Auswahl, die noch nicht lesen können.

Als Beschäftigungsmöglichkeit dient die Karte, wenn sie mit Ausmalbildern gestaltet wird und Stifte dazu gereicht werden oder kleine Rätsel und Geschichten die Karte ergänzen, wie beim Café Extrablatt Altenbekener Damm. Eine Kinderkarten als Tischset zum Ausmalen gibt es beim Reimann’s Eck in Hannover.

Lustige Namen für die Gerichte machen die Auswahl unterhaltsamer und Lust auf das Gericht. Gibt es ein Leit-Thema, welches gut zum Ort und der Umgebung passt? In einem Waldrestaurant könnte der Eichhörnchen-Salat mit Nüssen passen, am Meer der Seebären-Teller mit Fischstäbchen. Manchmal gibt es auch bildreiche Assoziationen zu dem Gericht wie „Himmel und Erde“ für Äpfel mit Kartoffeln oder „Regenbogen-Gemüse“ für eine bunte Gemüsemischung. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf – was Ihnen Spaß bringt wird sicher auch den Kindern gefallen.

Beispiel für ein Tischset zum Ausmalen mit Kinderkarte
Beispiel einer Speisekarte aus der Genusswerkstatt Einbeck mit Rätseln für Kinder ab Grundschulalter.Urheber: FREIgeist Einbeck
Beispiel einer Trinkwasser-Station in der Gastronomie

Die Klassiker unter den Kindergerichten sind Nudeln und Pommes. Dabei darf man Kindern ruhig eine ähnliche Vielfalt beim Essen zutrauen wie Erwachsenen. Sicher haben Sie für die Erwachsenen Gerichte im Angebot, die in kleiner Variante auch für Kinder schmackhaft sind. Bratkartoffeln mit Spiegelei, Stampfkartoffeln mit Gemüse oder Nudeln mit Pesto und Kirschtomaten sind nur einige Beispiele und bilden schmackhafte Alternativen zum klassischen Fast-Food.

Kleine gesunde Snacks helfen die Wartezeit zu überbrücken und sind tolle Gerichte für die ganz Kleinen. Ein schönes Beispiel ist der Häschenteller mit Gemüsesticks (z.B. Paprika, Gurke Möhre) und Quarkdipp, ggf. mit gerösteten Brotscheiben.

Trinkwasser wird in südlichen Ländern meist kostenlos in einer Karaffe auf den Tisch gestellt. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch ein guter Service für Familien. So können Kinder sofort ihren Durst stillen, die Saftschorle oder Limo gibt es dann zum Genuss hinterher.

Babybrei für Kleinkinder bringen die Eltern im Normalfall selbst mit. Aufwärmen können Sie die Gläschen in der Mikrowelle auf niedriger Wattzahl oder im Wasserbad.

Wartezeiten im Restaurant sind besonders in der Hochsaison kaum zu vermeiden. Ist kein Spielbereich vorhanden oder möchte das Kind den Tisch nicht verlassen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die hungrigen Kinder bei Laune zu halten.

  • Malvorlagen Eine Tischunterlage mit der Kinderspeisekarte, darauf ein paar Ausmalmotive, ist einfach und kostengünstig umzusetzen. In Urlaubsregionen bieten sich Bilder mit regionalem Bezug an, vielleicht sogar verschiedene zur Auswahl. Gute Stifte mit bruchfester Mine und Anspitzer sollten in ausreichender Anzahl vorhanden sein.
  • Spielekiste Für ältere Kinder empfehlen wir eine kleine Auswahl an Spielen vorzuhalten. Dafür eignen sich bekannte, einfache Spiele, die mit wenig Platz auskommen und bereits mit 2 bis 3 Personen gespielt werden können. Auch sollte die Spieldauer nicht zu lang sein, sodass das Spiel jederzeit abgebrochen werden kann, wenn das Essen kommt. Die Spiele können in einem Spielregal oder einer Spielekiste gut sichtbar platziert werden, alternativ weist ein Hinweis in der Karte auf die Ausleihmöglichkeit hin.
  • Bücher Bilderbücher für die Kleinsten, Rätsel- oder Witzebücher für ältere Kinder oder auch Quiz- und Lernspiele für verschiedene Altersstufen sind eine gern gesehene Beschäftigung. Auch hier empfehlen sich Produkte mit regionalem Bezug.
  • Bastelangebote Fragen Sie Ihre regionale Touristinformation nach regionalen Beschäftigungsmaterialien. Tolle Bastelbögen bieten zum Beispiel die Ostfriesland Nümigs: Ostfriesland Nümigs. Zum kreativen Austoben bietet sich jedoch ein separater Basteltisch an.

Achten Sie insgesamt auf einen guten Zustand der Spielmittel und wechseln Sie diese regelmäßig aus.

Familie im RestaurantUrheber: Christian Bierwangen

Ein Spielbereich im Essraum kann bei ausreichend Platz eingerichtet werden. Im Optimalfall grenzt dieser Bereich direkt an den Sitzbereich. So können die Eltern am Tisch bleiben und das Kind beim Spielen im Blick behalten. Achten Sie darauf, dass die Kinder zwischen Spiel- und Sitzbereich nicht die Laufwege der Kellner kreuzen müssen.

Ein separates Spielzimmer wird von einigen Gastgebern bevorzugt. Hier steht häufig mehr Platz zur Verfügung und es sind mehr Bewegungsspiele (z.B. Bällebad, Hochebene mit Rutsche) möglich, die Kinder können sich richtig austoben. Für Kinder ab 6 Jahren ist ein separates Spielzimmer gut geeignet. Bedenken Sie jedoch, dass jüngere Kinder ihre Eltern meist dabei haben möchten und richten Sie daher eine Sitzecke für die Eltern ein.

Die Einrichtung einer Spielecke beim Sitzbereich sollte sich an Kinder bis zu 6 Jahren richten. Schon ein kleines Spielehäuschen kann die Kinder gut beschäftigen – sie lieben Höhlen und Verstecke. Fest installierte Spieltische haben den Vorteil, dass nichts verloren geht oder aufgeräumt werden muss. Im Extrablatt Hannover Südstadt gibt es z.B. einen Murmelbahn-Tisch, im Tropicana Stadthagen ein Wandbild mit integrierten Spielmöglichkeiten.
Wer das Aufräumen nicht scheut, kann Kinder mit Schienen und Wagen einer Holzeisenbahn, Spiele-Autos auf einem Straßen-Teppich oder Schaumstoff-Puzzle erfreuen.

Spiele-Wandbild im Tropicana Erlebnisbad Stadthagen

Kleine Pizzabäcker sind die besten! Im Restaurant AMano in der Autostadt Wolfsburg können Kinder ihre Pizza selbst belegen und backen. Dazu bekommen sie einen kleinen runden Pizzateig. An einem kleinen Buffet belegen Sie die Pizza selbst mit saisonalen Zutaten, danach geht es ab in den Pizzaofen, der direkt daneben hinter einer Glasscheibe direkt am Essbereich steht. Selbst gemacht schmeckt die Pizza gleich doppelt so gut.
Zum spielen können die Kinder den benachbarten Spielbereich der Autostadt nutzen, bekommen aber auch beim Betreten des Restaurants ein großes Ausmalbild und Stifte angeboten.
Zum Essen gibt es zwei Sitzbereiche. Vorne bei der Pizza-„Fertigungsstraße“ sind lange Bänke mit unterschiedlich hohen Hockern, je nach Größe sucht man sich das passende Sitzgestühl aus. Der Spielbereich ist von hier einsehbar und gut zu erreichen. Auf der Fensterseite sind ruhige Sitzplätze für Erwachsene und Gruppen, die so ebenfalls nicht zu kurz kommen.

GESA POLSTER

Qualitätsmanagerin Kinderferienland Niedersachsen

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