Warum ist es für Sie sinnvoll, Ihre eigenen Daten auf diese Art zur Verfügung zu stellen?
- Kundenorientiert: Gäste gehen nicht unbedingt auf Ihre Website. Sie nutzen hingegen vielfältige Plattformen, um sich zu informieren. Strukturierte und offene Daten sorgen dafür, dass Ihre eigenen Daten auch an diesen Kontaktpunkten ausgespielt werden können.
- Bessere Sichtbarkeit: Strukturierte Daten sind mit die Basis, um bei Google und anderen Suchmaschinen attraktiv und hervorgehoben angezeigt zu werden (sogenannte Featured Snippets).
- Grundlage für Sprachassistenten: Gäste suchen heutzutage nicht mehr über eingegebenen Text, sondern mit Hilfe von Sprach-Anfragen. Strukturierte Daten werden von Maschinen verstanden und bilden hierdurch die Grundlage für Antworten via Sprachassistenten.
Die Frage, die hier aber eigentlich vielmehr gestellt werden sollte, ist nicht: „Warum sollten Daten gemäß Open Data ausgezeichnet werden?“ sondern: „Warum sollten sie nicht als Open Data nutzbar gemacht werden?“
Selbstverständlich gibt es Daten, die in ihrer Art begründet, nicht für die Veröffentlichung vorgesehen sind. Das sind z. B. personenbezogene Daten sowie Daten, die aus Sicherheitsgründen der Geheimhaltung unterliegen müssen und bei denen es gesetzlich nicht erlaubt ist, diese öffentlich zur Verfügung zu stellen.
Aber diese Form von Daten ist hier nicht gemeint. Es geht um touristisch relevante Daten, die häufig ohnehin schon im Internet öffentlich auffindbar sind, aber noch nicht direkt miteinander in Zusammenhang gebracht worden sind und für die auch die Nutzungsrechte häufig nicht eindeutig bezeichnet sind. Offene Daten (gemäß Creative-Commons-Lizenzmodell CC0, CC BY und CC BY-SA) können unabhängig von Ausgabekanälen und von lizenzrechtlichen oder personellen Beschränkungen ausgespielt und genutzt werden.
Tourismus ist ein besonders passender Anwendungsfall für Open Data, denn Tourismus verbindet unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche und Themen miteinander (z.B. Sehenswürdigkeiten, gastronomische Angebote, Unterkünfte, Wanderwege etc.), für die häufig einzelne Datenbausteine schon offen zur Verfügung stehen. Diese müssen eindeutig beschrieben sein, mit gültigen Nutzungsrechten ausgezeichnet werden und miteinander verknüpft werden.
Insbesondere bei textlichen Informationen zu touristischen Sehenswürdigkeiten, bei Angebotsbeschreibungen von Restaurants, bei Geo-Koordinaten von Hotels oder bei erläuternden Informationen zu Tourenverläufen bei Wanderungen oder Fahrradtouren kann die Frage nach Open Data und ob diese Daten für potenzielle Gäste und Reisende generell öffentlich und offen zur Verfügung stehen sollten, nur mit JA beantwortet werden.