Inhalt anspringen
Skip NavigationMenü

Hotel

Was macht ein kinderfreundliches Hotel aus? Manche Häuser gestalten ihr Angebot gezielt für Familien, andere heißen Kinder als Teil eines vielfältigen Gästemixes herzlich willkommen. Entscheidend ist, dass die Bedürfnisse junger Gäste erkannt, respektiert und im Hotelalltag berücksichtigt werden – etwa durch geschulte Mitarbeitende und passende Angebote. Im Folgenden finden Sie praktische Tipps für eine familienfreundliche Ausstattung sowie inspirierende Beispiele aus kinderfreundlichen Hotels in Niedersachsen.

Sicherheit ist das A und O für einen entspannten Urlaub. Kleinkinder sind sehr entdeckungsfreudig, dabei jedoch motorisch unsicher und ohne Gefahrenbewusstsein. Ungesicherte Steckdosen, Reinigungsmittel, Kabel, Treppen und Kanten erfordern von Eltern permanente Wachsamkeit.
Bei Spielgeräten sind Sie als Betreiber in der Pflicht regelmäßige Kontrollen durchzuführen, um im Schadensfall nicht zu haften.

Die klassischen Risiken und Informationen zur Spielplatz-Sicherheit stellen wir im separaten Menüpunkt Sicherheit vor.

Teddy mit Pflaster

Eine familiengerechte Preisgestaltung ist ein zentraler Bestandteil einer kinderfreundlichen Unterkunft. Für die Ausgestaltung einer Preisstaffelung nach Alter ist maßgeblich, welche Zielgruppe im Fokus steht. Ist das Reiseziel z.B. für Jugendliche attraktiv, sollte eine Ermäßigung bis 18 Jahre gewährt werden.

  • Personenpreise mit nach Alter gestaffelter Ermäßigung bis 12 oder 18 Jahre,
    Kinder unter x Jahren kostenfrei
  • Zimmerpreise für bis zu 4/5 Personen oder Zimmerpreise für 2 Personen und Staffelung der Zuschläge für weitere Personen nach Alter
  • Alleinreisende mit Kind mit entsprechender Vergünstigung im gemeinsamen Zimmer

Schulferien bedingen maßgeblich die Urlaubsplanung von Familien. Selbst bei Krippen und Kindergärten sind häufig Schließzeiten Ende Juli/ Anfang August festgelegt. Die Saisonplanung sollte daher immer die Feiertage und Schulferien der Bundesländer und Nachbarländer berücksichtigen, aus denen die Gäste stammen.

Urheber: https://www.centerparcs.de/de-de/alle-angebote_sck vom 18.12.2025

Aktionsangebote und Pauschalen unterstützen die Auslastung in der Nebensaison. Namen wie „Kleinkind-Wochen“, „Familien-Winterzeit“, „Großeltern-Wochen“ oder auch regionale Begriffe unterstützen eine zielgruppengerechte Bewerbung für einen ausgewählten Zeitraum.  Die Angebote sollten sich mit Preisgestaltung und Inklusiv-Angeboten explizit an eine bestimmte Altersgruppe wenden. Beispiele:

  • Aktionspreise:
    • Kinder bis zu 6 Jahren reisen kostenfrei (geeignet für Zeiträume außerhalb der Schulferien und Familien, die noch nicht an Schulferien gebunden sind).
    • Wochen-Pauschalpreis für bis zu 4/5/6 Personen, Zuschlag für weitere Personen. Pauschalpreis für 2 Erw. + 2/3 Kinder bis x Jahre
    • Vergünstigungen für Alleinreisende mit Kindern in bestimmten Zeiträumen
  • Inklusivleistungen in bestimmten Zeiträumen
    • Freie Gästekarte, freier Eintritt in Schwimmbad oder Freizeiteinrichtung
    • Gastgeber-Aktivitäten wie gemeinsames Stockbrot, Familien-Bootsausflug, Kinderprogramm oder gemeinsame Wanderung inklusive

Die Angebote mache die Unterkunft nicht nur preislich attraktiv, sie signalisieren Gästen auch, dass die Altersgruppe ihrer Kinder erwünscht ist und voraussichtlich andere Kinder in dieser Altersgruppe vor Ort sein werden. Gleichaltrige Spielkameraden sind oft ein wichtiger Erfolgsfaktor für einen gelungenen Familienurlaub.

Mit einer aktuellen Gäste-Infomappe bieten Sie Ihren Gästen einen deutlichen Mehrwert. Doch welche Informationen sind speziell für Familien von Bedeutung?

  • Haus-Informationen:
    Wo findet sich die Babyausstattung (z.B. Fußhocker im Badezimmerschrank)?
    Welche Ausstattung wird zum Verleih angeboten (z.B. Babytrage, Buggy)?
    Welche Spielmöglichkeiten gibt es (z.B. Spielzimmer, Grillplatz, Kinderprogramm oder -Betreuung)
    Essens-Zeiten
    Sport- und Service-Angebote
  • Ausflugs-Tipps
    Empfehlenswerte Freizeiteinrichtungen, Rad- und Wandertouren für Familien, kindgerechte Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
    Organisierte Ausflüge für Familien des Hotels oder der regionalen Tourismusorganisation
  • Sport und Spiel
    Sportangebote (hauseigen oder in der Umgebung) wie Radverleih mit Kinderrädern, Wanderungen, Klettergärten, Schwimm- und Sporteinrichtungen
    Spielplätze in der Umgebung
  • Notfall-Nummern
    Wo findet sich die nächste Apotheke/Kinderarzt/Notfall-Sprechstunde?

Welches Format wählen Sie für Ihre Gästemappe?

  • digitale Gästemappe:  Im digitalen Format können Sie eine große Anzahl an Informationen gut strukturiert darstellen und stets aktuell halten. Auch eine Individualisierung und Interaktionen mit dem Gast sind hier möglich, z.B. das Ausfüllen des Meldescheins oder einer Hotelbewertung.
    Beispiel: Panoramic Apartmenthotel im Harz
  • Ordner/Aushang mit Gästeinformationen: Auf dem Zimmer oder an der Rezeption liegen Informationen für die Gäste bereit. Neben den o.g. Infos können hier auch Prospekte und Kartenmaterial beigefügt werden. Wichtig: aktualisieren Sie die Ordner regelmäßig!

Sie haben Familien viel zu bieten? Dann zeigen Sie dies auch auf Ihrer Website oder anderen Vermarktungskanälen. So wissen Familien, dass sie bei Ihnen wirklich willkommen sind und können einschätzen, ob das Angebot für die Altersgruppe ihrer Kinder passend ist.
Ein positives Beispiel für eine familiengerechte Website bietet das Harz Hotel Panoramic: Familienurlaub Harz Hotel . Vollständig auf Familien ausgerichtet ist die Kommunikation der Original Kinderhotels aus Österreich. Ihr Blog bietet viele Beispiele für eine zielgruppengerechte Ansprache.

 Die Kinderausstattung teilen Sie Ihren Gästen unbedingt vorab auf der Website oder bei Buchung mit. Fragen Sie ab, ob ein Babybett oder Rausfallschutz gewünscht wird. Familien mit Baby können Sie eine „Baby-Box“ mit Fläschchenwärmer & Co. anbieten.

Folgende Ausstattung sollten Sie in jedem Fall vorhalten:

  • Babybett (Kinder bis ca. 3 Jahre) – benötigt das Kind Bettwäsche oder einen Kinder-Schlafsack?
  • Rausfallschutz (bei Bedarf 3-5 Jahre)
  • Fußhocker im Bad
  • Kinder-Toilettenaufsatz
  • Hochstuhl
  • Wasserkocher (zum Aufwärmen von Fläschchen und Brei)
  • Verdunklungsvorhänge
  • Steckdosensicherung

Zählen Familien mit jungen Kindern zu ihrer Haupt-Zielgruppe, empfehlen sich weitere Extras, mit denen Sie sich von Mitbewerbern abgrenzen können:

  • Babywanne
  • Wickelauflage
  • Windeleimer (mit Deckel)
  • Fläschchenwärmer und Sterilisator

Abhängig von der Lage und Umgebung des Hotels bieten sich Spiel- und Sportgeräte zum Verleih an. Markieren Sie alle Leihsachen mit dem Namen oder Logo des Hotels. So verwechseln die Gäste sie nicht mit eigenen Spielsachen und andere Urlauber werden auf Ihr Hotel aufmerksam. Wenn möglich, bieten Sie den Gästen einen abschließbaren Platz, in dem sie Kinderwagen, Räder, etc. unterbringen können.

  • Kinderwagen und Buggy
  • Fahrradkindersitz  oder -anhänger
  • Kinderräder, Laufrad, Roller
  • Bollerwagen
  • Sandspielzeug
  • Spiel- und Sportgeräte

Eine Kindergarderobe oder niedrige Kleiderhaken sind im Zimmer-Eingangsbereich wichtig, damit Kinder ihre Jacken selbständig aufhängen können. Auch eine große Fußmatte zum Abstellen der Gummistiefel und Matschhosen ist sinnvoll, damit der Dreck nicht ins Zimmer getragen wird. Alternativ kann ein Ankleidezimmer im Erdgeschoss des Hotels bei Bedarf Platz für die Matsch- und Regensachen der Kinder bieten.

Mückenschutz: In Gebieten mit zeitweise erhöhtem Mückenaufkommen, sollten zumindest die Schlafzimmerfenster mit Mückenschutz-Netzen ausgestattet sein. Besonders praktisch sind Rollos, die nur bei Bedarf verschlossen werden. Achten Sie auf eine stabile Ausführung.

Lichtschutz: Die Fenster in Schlafzimmern und Schlafbereichen der Kinder (z.B. bei Schlafsofa im Wohnzimmer) sollten sich mit Rollo oder Gardine verdunkeln lassen. Dies ist insbesondere für Kinder von Bedeutung, die am Tag eine Schlafpause einlegen.

Das Babybett sollte in jedem Fall im Schlafzimmer der Eltern Platz finden. Fragen Sie vor der Reise, ob Babybett oder Rausfallschutz im Zimmer benötigt werden. Damit erleichtern Sie die Familie um ein wichtiges Gepäckstück.

Ein Rausfallschutz kann an jedem Bett bei Bedarf montiert werden und ist für Kinder bis ca. 5 Jahre ratsam. Diese schlafen oft noch unruhig, sodass sie ohne einen Schutz aus dem Bett fallen könnten. Der Rausfallschutz wird unter die Matratze geschoben und benötigt somit keine extra Befestigung. Er lässt sich damit flexibel für jedes Bett nutzen.

Einzel- und Etagenbetten werden meist im Kinderzimmer genutzt. Bei mehr als zwei Betten empfehlen sich flexible Lösungen, z.B. einen Bettkasten mit vollwertigem Bett. Zwei Einzelbetten können mithilfe einer Matratzen-Verbindung zu einem Doppelbett verbunden werden. So ist ein Doppelzimmer auch für Alleinreisende mit Kind gut geeignet.

Hochebenen oder erhöht gebaute Betten sind für ältere Kinder attraktiv. Zwei Bildbeispiele aus dem Bio-Hotel Kenners Landlust zeigen, wie hierdurch in kleinen Räumen Platz geschaffen werden kann:
Die in der Höhe versetzten Einzelbetten stehen direkt nebeneinander. Durch die unterschiedliche Höhe entsteht mehr Privatsphäre, jedes Bett hat seinen eigenen Raum. Zudem wird unter dem erhöhten Bett ein Spiel- oder Stauraum geschaffen.
Das Hochbett im Baumhaus ist aufgrund der steilen Treppe nur für ältere Kinder geeignet. Eine Hochebene kann wie bei unserem Beispiel frei im Raum schweben oder aber auch oberhalb von einem begehbaren Schrank gebaut werden. Gerade in kleinen hohen Räumen sind Hochebenen eine pfiffige und hübsche Raumerweiterung.

Familienbetten sind ein neuer Trend, der inzwischen von vielen Herstellern angeboten wird. Auf einer extrabreiten Matratze finden nicht nur die Eltern, sondern auch Kinder Platz, die insbesondere in der fremden Urlaubsumgebung ganz oder teilweise noch bei den Eltern im Bett schlafen (auch Co-Sleeping genannt). Neben standardmäßig besonders breiten Betten gibt es viele flexible Lösungen. So gibt es z.B. Doppelbetten mit zwei Zusatzmatratzen im Bettkasten. Der Bettkasten kann bei Bedarf herausgefahren und auf die Höhe des Elternbetts angehoben werden, die Matratzen werden durch ein Füllelement verbunden. Alternativ kann ein Doppel- und ein Einzelbett bei Bedarf zusammengeschoben werden.

Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden: lassen Sie im Schlafzimmer genug Raum für den Durchgang und Staumöglichkeiten.
Flexible Bettvarianten ermöglichen Ihnen Anzahl und Aufstellung der Betten stets an den Bedarf anzupassen, ohne Komfort einzubüßen.

Beispiel für bunte Kleiderhaken im Waschraum

Ein Fußhocker wird im Bad zum Erreichen des Waschbeckens und der Toilette benötigt. Für kleinere Kinder bietet sich ein hoher Tritt mit zwei Stufen an, für ältere Kinder bis ca. 5 Jahre ist ein einfacher Tritt ausreichend. Stapelbare Modelle aus Kunststoff lassen sich gut reinigen und im Waschbeckenschrank oder Haushaltsraum verstauen.

Niedrige Ablagen oder Kleiderhaken dienen zur Ablage der Kulturtasche, Zahnbürsten oder zum Aufhängen der Handtücher in für Kinder erreichbarer Höhe. Bunte Haken oder Kleiderhaken mit Figuren, die unterhalb der Erwachsenen-Haken angebracht werden, signalisieren Kindern, dass Sie an ihre Bedürfnisse denken.

Bereits mit einem Jahr beginnen Kinder nach und nach selbständig auf Toilette zu gehen. In diesem Alter ist die Toilette jedoch für sie zu hoch und auch die Öffnung zu groß, um sie selbständig zu nutzen. Bis zum Alter von etwa 4 Jahren helfen Kindern ein Fußtritt und ein Toilettenaufsatz, um selbständig die Toilette zu nutzen. Hierbei gibt es zwei Varianten:

  • Ein integrierter Toilettenaufsatz ist fest an der Klobrille montiert und kann heruntergeklappt werden, wenn ein Kind ihn benötigt.
  • Ein separater Toilettenaufsatz kann an der Wand an einem Haken hängen oder z.B. gemeinsam mit dem Fußhocker im Waschtischschrank verstaut werden. So können die Gäste ihn bei Bedarf herausholen und nutzen.
Beispiel für einen integrierten Toiletten-Kindersitz heruntergeklapptUrheber: Tourismus-Service Nordseebad Dangast

Ein Spielbereich im Hotel bietet Kindern nicht nur Beschäftigung, sie fördern auch das gegenseitige Kennenlernen der Gäste. Für jüngere Kinder bietet sich eine Spielecke im Restaurant oder in direkter Nähe an. So können Kinder sich beschäftigen, während die Eltern noch essen. Denkbar sind kleine Spielehäuser, Spielküchen oder Teppiche mit Holzeisenbahn oder Bauklötzen.
Für größere Kinder ist ein separater Spielbereich mit aktiveren Elementen geeignet. Kletterwand, Spielehaus oder Hochebene und auch ruhigere Ecken mit Büchern oder Maltisch bieten sich an. Bietet das Haus ein Kinderprogramm, kann ein Werk- und Bastelraum oder eine Kinderküche sinnvoll sein.
Für Jugendliche sind Tischtennis, Kickertisch und Billiard aber auch gemütliche Sofaecken mit Musikanlage ein tolles Angebot. Diese dürfen auch gerne etwas Abseits liegen, wo die Teens ungestört sind.

Leider sind Spielzimmer häufig im Souterrain oder gar Keller angesiedelt. Dabei ist das Spielzimmer auch für Eltern jüngerer Kinder häufiger Aufenthaltsort. Ein lichtdurchfluteter Raum, gut zu erreichen und geschmackvoll gestaltet dient genauso als Aushängeschild für Ihr Hotel wie ein schöner Wellnessbereich. Achten Sie darauf, dass die vorhanden Spielsachen vollständig, aktuell und in gutem Zustand sind. Reduzieren Sie das Angebot lieber, aktualisieren Sie es regelmäßig und sortieren Sie stark gebrauchte Gegenstände aus.

Roller, Springseile, Tischtennis-Schläger Für den Außenbereich sind Spiel- und Sportgeräte zum Verleih gerade für größere Kinder sehr geeignet. Dabei muss der Zustand der Geräte regelmäßig kontrolliert werden. Kinderfahrzeuge wie Roller, Kettcars und Spiel-Bagger stehen oft frei zur Verfügung. Sportgeräte wie Tischtennis- oder Badminton-Schläger können Sie gegen Pfand ausgeben. So haben Sie stets im Blick, ob die Geräte noch funktionsfähig sind.

Urheber: Landhaus Averbeck, Ulrich Löpert

Roller, Springseile, Badminton-Schläger Hat Ihr Hotel ein Außengelände, können Sie Ihren Gästen Bewegungsaktivitäten anbieten. Eine Outdoor-Tischtennisplatte im Garten ist für Jugendliche aber auch Erwachsene Gäste attraktiv. Je nach Gestaltung des Außenbereichs können Sie auch Badminton-Schläger, Frisbees, Springseile oder Kinderfahrzeuge wie Roller, Kettcars und Laufräder zur Verfügung stellen. Geben Sie die Geräte gegen Pfand aus, haben Sie stets im Blick, ob die Geräte noch funktionsfähig sind.

Spielplatz im Alfsee ErlebnisparkUrheber: Alfsee GmbH/ M. Stuckenberg

Für einen Außen-Spielbereich gibt es vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Verfügt Ihr Hotel über eine Terrasse, vielleicht sogar mit Gastronomie, planen Sie Spielmöglichkeiten für jüngere Kinder in Sichtweite der Sitzplätze. Auch bei einem größeren Spielplatz planen Sie Sitzmöglichkeiten für die Eltern mit ein und schaffen Sie so einen beliebten Treffpunkt für Groß und Klein. Vom Sandkasten bis zur Kletterlandschaft sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Viele Hersteller von Spielgeräten bieten Unterstützung bei der Planung und können Sie auch zu rechtlichen Fragen und Sicherheitsaspekten beraten.  Beachten Sie hierzu auch die Sicherheitshinweise für Spielplatz und Spielgeräte unter dem Reiter „Sicherheit„.

Mit einem Programmangebot bieten Sie Familien einen wichtigen Mehrwert und können ihnen die regionalen Besonderheiten näherbringen. Ein Betreuungsprogramm für Kinder ermöglicht Eltern Zeit zu Zweit oder Aktivitäten für Erwachsene zu genießen. Ein Familienprogramm lädt die gesamte Familie zu einer gemeinsamen Aktivität und bringt die unterschiedlichen Gäste in Austausch.

Betreuungsangebot für Kinder
Für ein gelungenes Betreuungsangebot gibt es verschiedene Erfolgsfaktoren: Einladende und gut ausgestattete Räumlichkeiten, ein inhaltliches Konzept und nicht zuletzt gut geschulte Mitarbeiter. Planen Sie ein Betreuungsangebot neu einzurichten, empfiehlt sich eine professionelle Beratung, die Ihnen in rechtlichen und inhaltlichen Fragen weiterhilft.

Alter: Definieren Sie zunächst die Zielgruppe für die verschiedenen Saisonzeiten. Für welche Altersgruppe bietet sich ein Programmangebot in den verschiedenen Saisonzeiten an? Berücksichtigen Sie die Ferienzeiten der Ziel-Bundesländer.

  • Bis 2 Jahre: Für Babys und Kleinkinder bietet sich ein individueller Babysitter-Service an, der von den Eltern stundenweise gebucht werden kann.
  • 3 bis 6 Jahre: Singspiele, Basteln, Natur erleben – in dieser Altersgruppe gehen viele Kinder bereits gerne in eine Gruppenbetreuung. Dabei braucht es wenig feste Programmangebote. Freispiel mit verschiedenen Spiel- und Kreativmöglichkeiten und Zeit in der Natur bieten den perfekten Rahmen. Doch der Bezug zu den Eltern ist noch sehr wichtig, planen Sie eher kürzere Einheiten am Vor- oder Nachmittag, ggf. mit Option auf ein gemeinsames Kinderessen im Anschluss.
  • 7 bis 10 Jahre: Sport, Abenteuer, Kreativität – in der Grundschulzeit gewinnt eine gute Gruppendynamik an Bedeutung. Passende Angebote sind Sportaktivitäten, Ausflüge, Rallyes und gemeinsame Projekte, bei denen die Kinder sich entsprechend ihrer Fähigkeiten einbringen können.
  • 11 bis 13 Jahre: Im Übergang zur Jugend suchen Kinder mehr Freiheiten. Sport- und Abenteuer-Angebote sind hier genauso passend, aber auch abendliche Treffen für gemeinsame Spiele (z.B. „Werwolf“) oder Film-Abende.
  • Ab 13 Jahren: Für Jugendliche ist weniger eine feste Betreuungszeit relevant, da sie nicht auf eine Betreuung durch die Eltern angewiesen sind. Bieten Sie Jugendlichen Rückzugsräume, z.B. einen gemütlichen Aufenthaltsort, an dem Sie Musik hören, Tischtennis, Kicker oder Billiard spielen können. Als Programm eignen sich gemeinsame Ausflüge, Sport wie Beach-Volleyball, Surfkurse, Klettern oder andere regional passende Aktivitäten.

Personal: Die Betreuungspersonen sollten eine pädagogische Ausbildung haben oder an einer geeigneten Schulung (z.B. Jugendleiter*in-Card, Juleica) teilgenommen haben. Sie müssen über ihre Aufsichtspflicht und damit einhergehende Pflichten informiert sein und sich inhaltlich auf die Arbeit mit der entsprechenden Altersgruppe vorbereiten.

Kinderprogramm im Kinderferienland-Hotel Gut Landegge, Familotel Emsland.Urheber: Gut Landegge, familotel Emsland
Kinderbetreuung im Gut Landegge, familotel EmslandUrheber: Gut Landegge, familotel Emsland
Beispiel eines Familienprogramms - Hühnereier sammeln auf dem Hof Claus in WietzenUrheber: Hof Claus, Wietzen

Programm für Familien
Vom Lagerfeuerabend mit Stockbrot bis zum gemeinsamen Wanderausflug: Programmpunkte für Familien bringen die Gäste zusammen und schaffen ein Gemeinschaftsgefühl. Laden Sie selbst als Gastgeber ein, können Sie Ihre Interessen und regionale Besonderheiten an die Gäste vermitteln. Oder Sie kooperieren mit Betrieben aus Ihrer Umgebung, die gegen Buchung vorab z.B. einmal wöchentlich in den Ferien zu einer Hofbesichtigung einladen, zu einem Lama-Ausflug abholen, ihre Produkte verkosten. Damit schaffen Sie Ihren Gästen einzigartige Erlebnisse und sorgen zugleich für eine gute Gästegemeinschaft.

GESA POLSTER

Qualitätsmanagerin Kinderferienland Niedersachsen

+49 (0) 511 / 270488 -30
Teilen über: