Wie lässt sich eine öffentliche Sanitäranlage familienfreundlich gestalten?
Eine Kindertoilette sollte in größeren Sanitäranlagen oder in der Nähe von Spielplätzen mit eingeplant werden. Diese sind niedriger und kleiner, dazu ermöglicht ein niedriges Waschbecken Kindern, das Becken ohne Fußtritt zu erreichen.
Sind nur normale Toiletten vorhanden, sollte zumindest eine Toilette mit einem integrierten Toilettensitz ausgestattet werden. Dies ist eine zweite verkleinerte Klobrille, die sich zwischen Brille und Deckel bei Bedarf herunterklappen lässt. Wählen Sie hierfür wenn möglich eine etwas größere Toilette, damit die Eltern das Kind bei Bedarf begleiten können. Kennzeichnen Sie in jedem Fall die Kindertoilette (in für Kinder gut sichtbarer Höhe), damit Ihr Angebot von den Kindern auch gefunden wird. Vor dem Waschbecken können Sie einen Tritt deponieren, sodass Kinder das Waschbecken selbständig erreichen.
Ein Wandsitz ist für Eltern mit Kleinkindern gedacht: Hierin können Kleinkinder sicher abgesetzt werden, während die Eltern die Toilette benutzen. Gerade in öffentlichen Toiletten ist dies aus hygienischen Gründen eine hilfreiche Ausstattung.
Projekt StadtWC Zur Ausweitung des Angebots an kostenfreien Toiletten im öffentlichen Raum bietet die Stadt Lüneburg das Projekt „StadtWC“. Hierbei stellen Betriebe ihre Toilette kostenfrei zur Nutzung und erhalten dafür eine monatliche Aufwandsentschädigung von der Stadt. Für einen Wickeltisch oder eine behindertengerechte Toilette gibt es eine erhöhte Aufwandsentschädigung. Die Toiletten werden auf einer interaktiven Karte gelistet und mit einem Schild gekennzeichnet.